Das polyzystische Ovarialsyndrom (PCOS) ist eine der häufigsten hormonellen Störungen bei Frauen. Oft heißt es, dass eine Frau mit der Diagnose PCOS ohne Hormontherapie nicht schwanger werden kann. Von der Schulmedizin wird häufig die Pille, das Medikament Metformin oder Clomifen verschrieben, während die Umstellung der Ernährung und Lebensweise und der gezielte Einsatz bestimmter Nahrungsergänzungsmittel bereits helfen können.

Was ist das PCO Syndrom eigentlich genau?

Vom PCO Syndrom sind bis zu 12% aller Frauen betroffen. PCOS wird diagnostiziert, wenn zwei von drei Rotterdamm Kriterien erfüllt sind:

  • polyzystische Ovarien, d.h. Anhäufung unreifer Follikel im Eierstock
  • ausbleibender Eisprung
  • Symptome eines erhöhten Androgenspiegel = „Testosteronüberschuss“

Wichtig auszuschließen ist beispielsweise ein Tumor, der Androgen produziert sowie die Erkrankung Morbus Cushing.

Das PCO Syndrom hängt von vielen Faktoren ab und ist daher nicht ganz so einfach zu diagnostizieren.

Symptome des PCO Syndroms

Nicht alle Symptome treten bei jeder Frau gleichzeitig auf. Welche Symptome möglich sind, siehst Du hier:

  • Anhäufung unreifer Follikel im Eierstock
  • Verlängerte und unregelmäßige Zyklen
  • Ausbleiben der Regelblutung bis hin zu Unfruchtbarkeit
  • Akne und Hautunreinheiten
  • Testosteronüberschuss führt zu allgemeiner Vermännlichung wie z.B. vermehrter männlicher Haarwuchs, fettige Haare, Haarausfall, tiefere Stimme
  • Insulinresistenz bis hin zu Diabetes mellitus Typ 2
  • Übergewicht
  • Erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Hättest Du gedacht, dass eine Insulinresistenz bzw. Diabetes mellitus Typ 2 oder Akne mit PCOS in Verbindung stehen könnte?

Gerade weil einige Symptome eher unspezifisch sind, denken viele Frauen nicht zuerst an eine Hormonstörung.

Ursachen des PCO Syndroms

Die Meinungen der Schulmedizin und der Alternativmedizin gehen hierüber stark auseinander und sie sind noch nicht ganz geklärt. Klar ist allerdings, dass meistens eine hormonelle Störung vorliegt. Die Genetik spielt hierbei eine wichtige Rolle.

Alle Hormondrüsen hängen im Körper zusammen und die Hormone bedingen sich gegenseitig. Normalerweise gibt die Hypophyse im Gehirn anderen Hormondrüsen Signale, welche Hormone gebildet werden sollen. Die Hypophyse bildet die beiden Hormone FSH und LH, die für die Eireifung und den Eisprung ausschlaggebend sind.

Ein erhöhter LH-Spiegel, LH ist das Luteinisierende Hormon, trägt zu einem erhöhten Androgenspiegel bei.

Das hormonelle Gleichgewicht kann beispielsweise durch die Pille oder andere hormonelle Verhütungsmittel sowie durch eine ungünstige Ernährungs – und Lebensweise aus der Bahn geraten.

PCOS Lara Bungartz Leib und Seele

4 PCOS-Typen

Die Schulmedizin kennt nur einen PCOS Typen und demnach wird PCOS auch immer gleich therapiert. Allerdings kann von 4 verschiedenen Typen gesprochen werden, wenn man sich die Hauptursachen genauer anschaut. Die Heilpraktikerin Lara Briden* hat diese 4 Typen unterschieden. Wenn Du weißt, woher das PCOS bei Dir kommt, kannst Du viel gezielter etwas für Deine Heilung tun und mit den entsprechenden Maßnahmen Deinen Körper in sein Gleichgewicht bringen. Hier eine Übersicht über die verschiedenen Typen:

1. PCOS mit Insulinresistenz

Etwa 70% der Frauen mit PCOS haben gleichzeitig eine Insulinresistenz, weshalb das immer auch getestet werden sollte. Bei einer Insulinresistenz produziert die Bauchspeicheldrüse vermehrt Insulin, weil die Zellen Insulin nicht mehr anerkennen und die Glucose aus dem Blutzucker dadurch nicht mehr richtig aufgenommen wird. Daher kann es zu Übergewicht kommen und das überschüssige Insulin regt die Androgenproduktion in den Eierstöcken an.

Wenn Du eine Insulinresistenz hast, solltest Du auf jeden Fall etwas tun, um diese zu lindern und damit auch die Symptome des PCOS zu mildern. Wie kannst Du an Deiner Insulinresistenz arbeiten fragst Du Dich? Das schaffst Du am besten mit einer Ernährungsumstellung und mit Bewegung. Nahrungsergänzungsmittel wie Magnesium* oder Inositol* können hierbei helfen.

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2. PCOS aufgrund stiller Entzündungen

Stille Entzündungen heißt, dass Dein Immunsystem aktiver ist als normalerweise. Oft treten stille Entzündungen auch bei einer Insulinresistenz auf. Hast Du allerdings nur stille Entzündungen im Körper ohne Insulinresistenz, ist davon auszugehen, dass das PCOS bei Dir aufgrund der stillen Entzündungen auftritt. Wie erkennst Du, dass Du stille Entzündungen im Körper hast?

  • Erschöpfung/ Müdigkeit
  • Verdauungsprobleme
  • chronische Hautprobleme
  • häufige Kopfschmerzen
  • ständig verstopfte Nase
  • Gelenkschmerzen

Diese Symptome können Aufschluss dazu geben. Ursachen für die stillen Entzündungen können sein:

  • Dysbiose oder Leaky-Gut-Syndrom, d.h. Dein Darm ist geschwächt
  • Lebensmittelunverträglichkeiten
  • Histaminintoleranz und/ oder eine gestörte Mastzellaktivierung

An dieser Stelle ist eine Darmsanierung und Ernährungsumstellung sinnvoll, bei der ich Dich begleiten kann. Entzündungshemmend wirkt Omega-3*, weshalb ich dieses immer supplementieren würde.

3. PCOS aufgrund von Stress

Aufschluss hierüber gibt ein erhöhter DHEAS-Wert. Das ist ein Androgen, das ausschließlich in den Nebennieren produziert wird. Die Nebennieren produzieren die Stresshormone Cortisol und Adrenalin. Wenn die Nebennieren aufgrund häufiger oder anhaltender Stresssituationen aktiviert werden, kann die erhöhte Androgenproduktion folgen. Dann wird zusammen mit den Stresshormonen auch das Androgen DHEAS produziert.

In diesem Fall ist es wichtig, für Entspannung zu sorgen, Stress zu reduzieren und Dir was Gutes zu tun. Ein Basenbad* kann Dir dabei helfen, Dich zu entspannen und Deinen Körper zu entlasten.

4. Post-Pill PCOS

Die Pille richtet so einiges im Körper an. Ich selbst habe die Pille 9 Jahre lang eingenommen, bis ich bewusst die Entscheidung getroffen habe, dieses Medikament nicht mehr einnehmen zu wollen. Sehr oft wird kurz nach Absetzen der Pille PCOS diagnositziert. Das liegt daran, dass Anti-Baby-Pillen mit androgener Wirkung zu erhöhten Androgenwerten im Blut führen können – und das auch noch ein halbes Jahr nach Absetzen der Pille.

Der Körper braucht Zeit, um sich von der Pilleneinnahme zu erholen und den Zyklus zu regulieren. Wenn alle anderen Punkte bei Dir ausgeschlossen sind, heißt es an dieser Stelle: Du brauchst Geduld. Es kann 1 Jahr oder länger dauern, bis der Körper die Stoffe vollkommen ausgeschieden hat, die Du über die Pille jahrelang eingenommen hast. Mit Hilfe einer Entgiftung kannst Du diesen Prozess beschleunigen. Hierbei helfe ich Dir gern.

Es ist möglich, dass Du Dich in mehreren Punkten wiederfindest, z.B. im Punkt Insulinresistenz und Post-Pill PCOS. Die Typen sind in der Priorität der Behandlung aufgelistet. Das bedeutet, dass Du zuerst die Insulinresistenz behandeln solltest, wenn diese bei Dir zutrifft.

Wenn Du Dir noch unsicher bist, woher das PCO Syndrom bei Dir kommt und welcher der erste Schritt zur Behandlung für Dich sein könnte, dann vereinbare hier Dein kostenloses Erstgespräch mit mir. In dem Gespräch klären wir, wie es für Dich nun weitergehen könnte und was Du brauchst.

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Die schulmedizinische Behandlung des PCO Syndroms

Leider kommt hier sehr oft die Antibabypille oder andere Medikamente wie Metformin oder Clomifen zum Einsatz. Diese Medikamente führen dazu, die Regelblutung herbeizuführen, einen Eisprung auszulösen, die Nebeneffekte des Testosteronüberschusses zu mindern oder den Androgenspiegel zu senken. Die jeweilige Ursache wird damit allerdings nicht behoben.

Das Hormonsystem unterstützen ist der Schlüssel

Einige natürliche Maßnahmen hast Du schon bei den 4 verschiedenen Typen des PCO Syndroms kennengelernt. Hier noch ein paar weitere der vielen natürlichen Maßnahmen. Bei Interesse schreibe ich gerne mal einen ausführlicheren Blogpost zu diesem Thema.

Ganz wichtig ist: Wenn Du unter ernsthaften Erkrankungen oder hormonellen Störungen leidest, solltest Du in jedem Fall einen Arzt oder Heilpraktiker aufsuchen.

Die richtige Ernährung

Die richtige Ernährung liegt mir ganz besonders am Herzen. Aus dem, was Du über die Nahrung zu Dir nimmst, baut Dein Körper körpereigene Stoffe, unter anderem Hormone. Dadurch wird klar, warum eine gesunde, möglichst naturbelassene Ernährung essentiell ist, um Dein Hormonsystem ins Gleichgewicht zu bringen.

Gesunde Fette, vor allem Omega-3*, komplexe Kohlenhydrate aus beispielsweise Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, Quinoa, Amaranth und Haferflocken sowie hochwertiges pflanzliches Protein aus Hülsenfrüchten, Nüssen, Saaten, grünem Blattgemüse und Pseudogetreide wie Quinoa und Hirse sind hier sehr wichtig. Zucker, Milchprodukte, Weizen, Alkohol und Koffein solltest Du besser erstmal meiden.

Der Darm

Der Darm spielt für das Hormonsystem eine große Rolle. Zum einen, weil er an der Hormonproduktion (z.B. von Serotonin) beteiligt ist. Zum anderen, weil der Darm die Schilddrüsenhormone aktiviert und damit Deinen Stoffwechsel beeinflusst.

Das Leaky-Gut-Syndrom ist ein „löchriger Darm“. Das heißt, die Darmschleimhaut ist entzündet, wodurch auch Stoffe, die schädlich für Deinen Körper sind, in die Blutbahn gelangen können. Eigentlich lässt der gesunde Darm nur Stoffe in die Blutbahn, die Dein Körper braucht – Krankheitserreger und schädliche Stoffe werden normalerweise ausgeschieden. Durch das Leaky-Gut-Syndrom können Allergien, Autoimmunerkrankungen und bestimmte Hauterkrankungen entstehen. Da 80% des Immunsystems im Darm sitzt, ist es äußerst wichtig, den Darm gesund zu halten.

Mit Hilfe einer Darmsanierung kannst Du Deinen Darm stärken, Schädliches aus Deinem Körper ausscheiden und Deinen Darm mit gesunden Bakterien besiedeln. Du willst mehr zu der Darmsanierung erfahren? Dann vereinbare Dein kostenloses Gespräch mit mir und wir gehen den Ablauf gemeinsam durch.

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Hormonfreie Verhütung

Mache Dir am besten Gedanken über die hormonfreie Verhütung. Synthetische Hormone aus Verhütungsmitteln können Dein körpereigenes Hormonsystem massiv aus dem Gleichgewicht bringen.

Hormonelle Verhütungsmethoden haben Nebenwirkungen. Viele Frauen berichten nach Absetzen der Pille, dass sie sich jetzt endlich spüren und ganz anders als Frau wahrnehmen. Oft haben Frauen unter der Pille keinen Bezug zu ihrem Zyklus.

Um Deinen Zyklus besser kennenzulernen, bietet sich die Verwendung eines Verhütungscomputers* an. Mit Hilfe der täglichen Temperaturmessung und der Beobachtung des Zervixschleims kannst Du feststellen, wann Du Deine fruchtbaren Tage und Deinen Eisprung hast. Auch ein Thermometer* zusammen mit einer App können schon helfen.

Meine Erfahrungen

Ich bin davon überzeugt: PCOS ist nicht ausweglos. Es ist trotzdem möglich, schwanger zu werden. PCOS ist keine endgültige Diagnose und Du kannst so viel selbst tun – Du bist dem nicht ausgeliefert! Und das geht auch ganz ohne Chemiebombe.

Zusammen mit der gesunden, hormonfreundlichen Ernährung, Bewegung, guten Bewältigungsstrategien im Umgang mit Stress und positiven Gedanken kannst Du Dein Hormonsystem ins Gleichgewicht bringen.

Das erfordert Geduld und ist aufwändiger, als einfach eine Tablette einzunehmen, die Dir Dein Arzt verschrieben hat. Allerdings lohnt es sich, denn eine gesunde Ernährungs- und Lebensweise haben positive Auswirkungen auf Deinen gesamten Organismus. Du bist, was Du isst bzw. Du bist, was Du verdaust – das ist wirklich so!

Einzelne Nahrungsergänzungsmittel haben aus meiner Sicht keinen nachhaltigen Erfolg, denn nur das Zusammenspiel und die richtige Kombination von Nahrungsergänzungsmitteln, Ernährung und Lebensweise führen wirklich zu einer Veränderung. Es ist eben die Ganzheitlichkeit, die wirklich zählt – dafür stehe ich. Daher mein Rat an Dich: suche Dir eine Ernährungsberaterin, ganzheitliche Gesundheitsberaterin oder Heilpraktikerin, um diese Schritte wirklich auf Dich abgestimmt zu gehen.

PCOS Lara Bungartz Leib und Seele
PCOS ist keine Endstation –
vielleicht fängt das ganzheitlich gesunde Leben hier erst richtig an?

Ich hoffe, dass dieser Beitrag hilfreich für Dich war. Teile ihn sehr gerne! 🙂 Dann können noch viele weitere Frauen hiervon profitieren. Folge mir gerne auf Instagram, wenn Du mehr über Gesundheit, Ernährung, Mindset und Kinderwunsch wissen möchtest @lara_bungartz. Ich freue mich, wenn wir uns näher kennenlernen! 🙂

Deine Lara

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